Unser Feminismus ist antirassistisch – Reclaim feminism!

Am 12. März um 13h findet in Köln (Roncalliplatz) die bundesweite Demo „Unser Feminismus ist antirassistisch-Reclaim Feminism“ statt- kommt hin und unterstützt den Kampf gegen Sexismus und Rassismus! Es ist an der Zeit ein deutliches Zeichen zu setzen- und das geht am besten, wenn wir viele sind!

Das Aachener Bündnis Diskursiv hat zur gemeinsamen Anreise aus Aachen aufgerufen, Treffpunkt ist hier 11:15h am AZ! Weitere Infos hier!

Und als ganz besonderes Highlight wird auch sookee da sein um die Demo mit einem Gastauftritt zu supporten!

Alle Infos zur Demo gibt es hier

PRESSEMITTEILUNG  Köln, den 02.03.2016

Bundesweite Demo gegen Sexismus und Rassismus

In diesem Jahr wird zum Weltfrauen*tag erstmalig bundesweit nach Köln mobilisiert

(02.03.2016, Köln) Ein breites und starkes Bündnis aus unabhängigen migrantischen und nicht-migrantischen Frauen*organisationen, feministischen Initiativen sowie antifaschistischen, antikapitalistischen und antirassistischen Gruppen aus Köln und NRW hat sich in den letzten Wochen organisiert und veranstaltet anlässlich des Weltfrauen*tages eine bundesweite Demonstration am 12. März 2016. Unter dem Motto „Unser Feminismus ist antirassistisch – Reclaim feminism!“ werden die Themen und Forderungen der Beteiligten laut, bunt und vielfältig auf die Straße getragen: Von sexualisierter Gewalt über die unzureichende Finanzierung von Care-Arbeit[i] bis hin zur Instrumentalisierung feministischer Themen für rassistische Hetze. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Es wird viele Zwischenkundgebungen und begleitende Aktionen geben. Laut Organisator*innen sind bereits organisierte Anreisen von Großgruppen aus Aachen, Berlin, Frankfurt, Dortmund, Essen, Karlsruhe und Hamburg angekündigt. Es werden 3.000-5.000 Teilnehmende erwartet.

Den Betroffenen der sexualisierten Übergriffe von Silvester – und aller sexualisierten Übergriffe, die alltäglich passieren –  muss jegliche gewünschte solidarische Unterstützung zukommen: psychosozial und auch rechtlich.

Die Organisator*innen wollen nach den Silvesterereignissen zum Weltfrauen*tag ein starkes Zeichen gegen Sexismus und gegen Rassismus setzen. Die Thematisierung von sexualisierter Gewalt, der Frauen, Lesben, Trans*- und Interpersonen (FLTI*) (of colour) jeden Tag ausgesetzt sind, soll 2016 auch weiterhin ein wichtiges Thema bleiben. Es werden starke politische Antworten gefordert: Gesicherte und stärkere Finanzierung von Frauen*häusern, eine Erneuerung des Sexualstrafrechts entsprechend der Istanbul-Konvention sowie mehr sexualpädagogische und Antidiskriminierungs-Programme an Schulen. „Den Betroffenen der sexualisierten Übergriffe von Silvester – und aller sexualisierten Übergriffe, die alltäglich passieren –  muss jegliche gewünschte solidarische Unterstützung zukommen: psychosozial und auch rechtlich.“ sagt Homa Moradi vom 2. Autonomen Frauenhaus Köln, eine der Organisator*innen. Es müsse endlich gehandelt werden, um die in Deutschland vorherrschende Vergewaltigungskultur[ii] zu bekämpfen. Die gesetzliche Grundlage im Strafrecht zu sexueller Belästigung, Nötigung und sogar Vergewaltigung ist lückenhaft und unzureichend.

Die Organisator*innen fordern mediale Aufmerksamkeit und politische Lösungen für alle Betroffenen von sexualisierter Gewalt – speziell auch die von Gewalt betroffenen FLTI* in den Geflüchtetenunterkünften. Am 18. Februar trat durch einen offenen Brief von Frauen* aus der Geflüchtetenunterkunft in Humboldt Gremberg in Köln zu Tage, dass sexualisierter Missbrauch und Belästigungen gegen Frauen durch die Sicherheitskräfte an der Tagesordnung sind. Es fehle zudem an Privatsphäre und Rückzugsräumen für Frauen. Das Demobündnis fordert sofortiges Tätig werden, geeignete sichere und möglichst dezentrale Unterkünfte sowie psychosoziale Unterstützungsangebote für die Betroffenen. Es müsse eine separate Unterbringung für FLTI* sowie schwule Geflüchtete finanziert werden. Das Bündnis fordert ebenso eine schnelle Aufklärung durch die Stadt Köln und die Polizei. Die Organisator*innen betonen: „Eine Aufklärung ist nur möglich, wenn die betroffenen Frauen aus der Einflusssphäre der Täter herausgeholt werden und wenn Sie solidarische psychosoziale Unterstützung für den schweren Weg der Anklage und die Veröffentlichung der Vorfälle erhalten.“ Es dürfe nicht geschwiegen und weggeschaut werden, wie so oft in solchen Situationen, in denen sexualisierte Gewalt im städtischen Verantwortungsbereich passiert.

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Bündnis zur bundesweiten Demo zum Weltfrauen*tag 2016 in Köln

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